CandyBGraveller 2018

Die Vorbereitungen wurden mit viel Euphorie getroffen, sind es doch nicht nur die besonderen Anforderungen einer mehrtägigen Fahrt im Selbstversorgermodus, sondern gibt es auch ein Wiedersehen eines langjährigen Mitstreiters der Begeisterung von pedalbetriebenen Zweirädern.

Mit Oliver Kreipe habe ich schon vor 30 Jahren Wettbewerbe und besondere Ausfahrten in der MTB Disziplin bestritten und wir haben so manche Erlebnisse geteilt – leider nicht immer nur positive….

Nun wollten wir uns also auf ein neues Abenteur einlassen. Über den Start bei der Grenzsteintrophy hatten wir uns schon länger ausgetauscht, es aber nie möglich gemacht, da wir nie das gemeinsame Zeitfenster über einen Zeitraum von ca. 1 Woche im Sommer gefunden haben.

Vom selben Initiator, Gunnar Fehlau ausgelobt, fiel daher die Überlegung an einer vermeintlich lösbareren Aufgabe, dem CandyBGraveller teilzunehmen und für 630 km von Frankfurt nach Berlin zu fahren – auf sich alleine gestellt ohne fremde Unterstützung.

Wir sollten noch feststellen, dass wir uns in dieser Einschätzung gewaltig getäuscht haben.

Aber dazu noch später.

Zunächst sei kurz erklärt, worum es in diesem Vorhaben im Wesen und speziell bei dieser Veranstaltung geht.

Eine solche Ausfahrt verläuft über mehrere Tage auf einem vorgegebenen Weg (track). Es gibt keine vorgewählten (Tages)-Abschnitte, die zu bewältigen sind. Jeder fährt für sich, Tempo und Pausen sowie die Selbstversorgung sind individuell zu bestimmen. Einzig wurde in diesem Jahr eine nächtliche Zwangspause von 5 Stunden zur Sicherheit der Teilnehmenden eingeführt – was uns als sehr sinnvoll und nachvollziehbar schien, jedoch in der Praxis zu einigen Besonderheiten und Skurilitäten führte, die aber gerade das Aussergewöhnliche an diesem Abenteuer sein sollten.

Die Streckennavigation ist also ein Punkt, der gemeistert werden musste. Dazu hatte ich auf die Hilfe von Ingo Urban, von WAHOO Europa, zurückgegriffen. Er hat bereits schon bei anderen Veranstaltungen die ich im Zusammenhang mit der letztjährigen Tour de France oder Ausfahrten von Schicke Mütze für einen ersten Eindruck der Rad-Navigation per WAHOO Elemnt oder Bolt gesorgt und mir auch dieses mal ein Gerät zu Testzwecken für eine ganze Woche zur Verfügung gestellt. Dafür noch einmal und für den sehr unkomplizierten Ausleih- und Rück-Abholungs-Service einen ganz großen und speziellen Dank an dieser Stelle.

Für mich zählte insbesondere die lange Leistungsdauer der Navigation, wollte ich doch nicht mit lästigem Nachladen über den Tag (bis in die Nacht hinein mit über 14 Stunden Aktivität) auskommen. Und das hat der Elemnt mit Bravur gemeistert und mich voll und ganz überzeugt, dass ich auch meine nächsten bikepacking Events und Ausfahrten in Belgien und den Niederlanden mit diesem Gerät in Zukunft bestreiten werde. Es gibt mir nicht nur die Möglichkeit Strecken einfach und umfassend zu navigieren, sondern auch Alternativen und neue Strecken auszuprobieren ohne dass die Informationen verloren zu gehen. Die Leistungsfunktionen habe ich dabei nicht ausgereizt und bin bisher auch nicht soweit, mich wieder einer Leistungsüberprüfung bei meinen Ausfahrten zu stellen. Der Weg ist hier das Ziel.

Die Ausrüstung ist entsprechend auszuwählen, da Wetter und Möglichkeiten im Verlauf der Reise noch Veränderungen zu vollziehen, praktisch ausgeschlossen sind. Alles was du mit dabei hast, kannst du einsetzen, was du nicht dabei hast kannst du dir auf der Fahrt besorgen, aber kostet Zeit und Geld…

Streckenkenntnisse hatten wir bei nur aus den Foren und Berichten des letzten Jahres. Einfach hörte sich das erst einmal nicht an. Aber dieses Jahr sollten noch besondere Wetterbedingungen dazu kommen, die das ganze für uns sehr viel anders gestalten sollte, als wir uns überhaupt vorstellen wollten.

Am Donnerstag um 10 Uhr startet die Reise vom Luftbrückendenkmal am Frankfurter Flughafen in Richtung Darmstadt weiter nach Fulda, Eisleben, Dessau und immer wieter nach Berlin. Von allen Ecken kommen die 70 Mitstreiter zum Treffpunkt am Terminal 4 in Frankfurt um sich einzuschreiben, den Care-Paketbeutel von Ortlieb zu füllen, den Tracker – der die Positionen und Pausen der Beteiligten überwacht – in Empfang zu nehmen und mit einem großen Hallo sich mit Gunnar und den Anderen zu aklimatisieren. Es werden erste Bikes und Ausstattungsdetails gesichtet und die Begeisterung für das anstehende Abenteuer ergreift die Beteiligten.

Nach dem Foto-stell-dich-ein an den Rosinenbombern wird die Meute dann immer nervöser und dann fällt der „Startschuß“. Gemeinsam geht es in dem 70er Feld nach einem kurzen Abstecher auf der Strasse über kleine Feld- und Waldwege in Richtung Darmstadt. Hier werden noch Kameras gezückt, die obligatorischen Pausen eingelegt und das Feld zieht sich schon in ersten Gruppen auseinander.

Marche – Italia – 2017

As a new member of the Rapha Cycling Club, we are connected with destinations all over the world. Not looking too far, we were going to Italia this summer, to discover a place well known for Italian roadies, but less for foreign european riders.

In the southeast of the Emilia-Romanga home of stars like Marco Pantani, there is a region with hills nearly falling into the ocean, with a small area where train, autostrada and the Adriatica is passing along the seaside. Rivervalleys from the nearby Monti Sibillini cut through these hills and a rolling of ups and downs is going southwards.

Small, less traveled and winding roads with rough tarmac, mostly used for the agricultural needs, leaving the cyclist on a ride nearly on his own. That is where our cycling adventure of altitude is taking place.

Rei, our guide for this ride in an unknown territory, is out on the bike nearly everyday with around 20.000 K of bikeriding each year. He knows every small road in this region and every stop for a coffee in the bars along the roads and on todays route. But it is not Italy, when in these days in August, things are different then usually. So our first stop has closed per ferie.

 

The regoin we are heading now uphill, is where last year and early this year the big earthquake took place in Italy. So we can directly see destroyed and damaged houses all over the countryside. There are whole areas of urbanity closed and left alone from the inhabitants.

 

As we can see, this is changing the whole behaviour of the people working for tourism or even as woodworkers e.g. The people brought in safer areas and never come back. Some of the left behind will leave all their belongings, because it is to risky to go back in the destroyed house.